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Olympia 2012 - London wappnet sich gegen "einsame Wölfe"
17.04.2012 10:22
London wappnet sich für die Olympischen Spiele. 40.000 Soldaten, Polizisten und Sicherheitskräfte werden dabei im Einsatz sein. Sie überwachen die Straßen, den Himmel und die Themse - unterstützt durch ein gewaltiges Netzwerk von Überwachungskameras. Auch Kriegsschiffe, Drohnen und Flugabwehrraketen werden zur Verfügung stehen. Nichts soll dem Zufall überlassen werden.O-Ton Chris Allison, Sicherheitskoordinator der Polizei:"Drei Gefahrenfelder beziehen wir in unsere Planungen ein: Zuerst die Gefahr durch Terrorismus. Hier ist wirklich viel getan worden. Dann gibt es noch organisierte Kriminalität, etwa Schwarzmarkthandel mit gefälschten Tickets im großen Stil. Und als drittes Proteste - also Leute, die die Spiele als Plattform benutzen wollen, um ihren Stimmen über die Medien weltweit Gehör zu verschaffen."An Gefahren ist London gewöhnt. Und an deren Konsequenzen. Im Juli 2005 werden bei koordinierten Bombenangriffen auf den öffentlichen Nahverkehr 52 Menschen getötet. Im vergangenen August toben in London heftige Unruhen - und trüben in der Weltöffentlichkeit das Image der britischen Hauptstadt. Die Hauptsorge für die Olympischen Spiele aber ist die Bedrohung durch einen radikalisierten Einzeltäter oder eine kleine Terrorzelle. O-Ton Margaret Gilmore, Sicherheitsexpertin:"Die größte Sorge gilt dem sogenannten einsamen Wolf. Eine Einzelperson oder kleine Gruppe - vielleicht mit gemeinsamer Ideologie und Al-Kaida als Mentor. Leute, die bislang unbekannt sind, allein agieren und nicht in einem Ausbildungslager in Pakistan, Afghanistan oder Somalia waren - und deshalb ganz einfach nicht auf dem Radarschirm sind."Auf 665 Millionen Euro beläuft sich das Budget für die Sicherheit bei den Olympischen Spielen. Der massive Polizeieinsatz auf den Straßen wird im Sommer für viele Menschen in London ein alltäglicher Anblick sein. Doch eine mögliche Bedrohung sehen viele Einwohner gelassen.
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