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Soldatenmord überschattet Champions-League-Finale
24.05.2013 15:42
Eigentlich ist das Fußball-verrückte London derzeit vor allem die Stadt des Champions-League-Finales. Aber nach dem brutalen Mord an einem Soldaten durch zwei Radikalislamisten steht die britische Hauptstadt unter Schock. Eine Augenzeugin berichtet:O-Ton Julia, Augenzeugin:"Wir sehen das blaue Auto am Laternenpfahl und dachten: Da gab es einen Unfall. Mein Mann sah zwei Typen über einen dritten Typen gebeugt und dachte, sie sind dabei, ihn wiederzubeleben."Immer neue Details werden zu der Bluttat bekannt. Beide Täter stammen von Einwanderern aus Nigeria ab. Der ältere besuchte jahrelang Treffen einer inzwischen verbotenen radikalislamischen Gruppe. Die Polizei nimmt zwei weitere Verdächtige fest, einen 29-jährigen Mann und eine gleichaltrige Frau - unter dem Vorwurf der "Verschwörung zum Mord".Der ermordete Soldat Lee Rigby hatte in Afghanistan gekämpft und war auch in Celle stationiert. Er wurde nur 25 Jahre alt.O-Ton Oberstleutnant Jim Taylor MBE, Bataillonskommandeur:"Er war ein Herzstück unseres Musikkorps und hat bei vielen Feiern mitgewirkt. Aber er war auch ein vollendeter Maschinengewehrschütze, der mit Auszeichnung in Afghanistan gedient hat, in Deutschland und Zypern. Es war ganz natürlich, dass er zur Rekrutierungsgruppe in London entsandt wurde. Dort hat er viele junge Leute dazu inspiriert, sich den Streitkräften anzuschließen."In Großbritannien wird Kritik an den Geheimdiensten laut, weil sie die Bluttat nicht verhindert haben. Aber ein Minister betont, es sei "ein riesiger Unterschied, extreme Ansichten zu haben und einen Mord zu begehen." In London sind 1200 zusätzliche Polizisten im Einsatz.
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