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Grüne Weltbaustelle: UN-Hauptquartier wird saniert
25.09.2012 13:29
Eine grüne Weltbaustelle mitten in Manhattan: Sechzig Jahre nach seinem Bau wird das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York saniert, für etwa 1,6 Milliarden Euro. Michael Adlerstein leitet die Arbeiten - und damit nicht zuletzt den Kampf gegen das Asbest.O-Ton Michael Adlerstein, UN-Chefarchitekt:"In den 50er und 60er Jahren liebte man dieses Material, es war einfach überall. Manche sagen, es wurde wie Mayonnaise eingesetzt - auf jedes Rohr und jede Wand."Im Kampf gegen den Klimawandel will die UNO mit gutem Beispiel vorangehen - darum soll das sanierte UN-Hauptquartier am East River nicht nur sauberer sein, sondern auch nachhaltiger. Eine bessere Wärmedämmung etwa bedeutet nur noch halb so viel Energiebedarf. Alle Fenster werden getauscht, auch die für den UN-Sicherheitsrat.O-Ton Michael Adlerstein, UN-Chefarchitekt:"Der hufeisenförmige Tisch im Sicherheitsrat steht genau dort, wo er seit dem Anfang stand, mit genauso vielen Sitzen."Im UN-Sekretariat sind die Änderungen sichtbarer: Vier Fünftel der 3300 Beschäftigten hier werden keine eigenen Büros mehr haben, sondern in Gemeinschaftsräumen arbeiten. Das heißt weniger Privatsphäre - aber mehr Licht und Luft und eine andere Bürokultur.O-Ton Werner Schmidt, Sprecher UN Capital Master Plan:"Für die Kommunikation ist es besser, wenn man nicht dauernd anklopfen muss. Und der Generalsekretär will, dass wir weniger hierarchisch arbeiten."Seit vier Jahren wird an der grünen Weltbaustelle gearbeitet, fertig sein soll sie 2014. Zur Generaldebatte ist nun immerhin jeder dritte Beschäftigte wieder zurück im UN-Hauptquartier.
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